Wie man in Aktien investiert

Gewinn-Kurve

Wer keine Lust mehr auf niedrigverzinste Sparbücher oder Tagesgeldkonten hat, der kann sein Geld auch in den Aktienmarkt stecken. Aufgrund der Tatsache, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, um mit Aktien Gewinne einfahren zu können, ist es ratsam, sich im Vorfeld einen Überblick zu verschaffen.

Fakt ist: Letztlich bestimmt das Risiko auch die mögliche Rendite – je höher das Risiko, desto höher kann die zu erzielende Rendite ausfallen.

Exchange Traded Funds

Anfängern wird oft der sogenannte ETF, dabei handelt es sich um den Exchange Traded Fund, der auch als Indexfonds bezeichnet wird, empfohlen. ETFs sind nicht von einem Manager verwaltete Aktienfonds, die letztlich nur einen Markt in der Gesamtheit nachbilden. Bildet der ETF beispielsweise den Deutschen Aktienindex  (kurz: DAX) nach, so profitiert der Anleger von der Gesamtentwicklung des Markts. Steigen die Werte im DAX, so steigt auch der Wert des ETF. Aufgrund der Tatsache, dass hier sehr geringe Verwaltungskosten anfallen, sind ETFs vor allem auch Sparern zu empfehlen, die nur geringe monatliche Summen investieren wollen.

Fonds

Geht es darum, die durchschnittliche Marktrendite zu schlagen, so sollte man sein Geld in einen Fonds investieren, der aktiv von einem Manager verwaltet wird. Der Manager bietet einen Fonds an, in dem sich diverse Aktiengesellschaften befinden – bei einem Technologie-Fonds werden sich in dem Topf ausschließlich Technik-Aktienbefinden, bei einem Immobilien-Fonds hingegen vorwiegend Aktien aus dem Immobiliensektor. Zu beachten ist, dass der Manager, der den Fonds verwaltet, jedoch nicht kostenlos zur Verfügung steht. Das heißt, die Kosten, die bei einem Fonds anfallen, sollten im Vorfeld in Erfahrung gebracht werden – es gibt nämlich durchaus renditefressende Gebührenmodelle, die letztlich nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen.

Aktien

Aktien kaufen welche Gewinne mit sich bringen – wie einfach ist das aber letztlich wirklich? Man kann jederzeit in bestimmte Aktiengesellschaften investieren, sofern man der festen Überzeugung ist, dass diese Unternehmen in naher Zukunft sodann positive Geschäftszahlen präsentieren können. Es ist also sehr wohl ratsam, die Arbeit selbst in die Hand zu nehmen, wenn man sich mit Charttechnik wie Fundamentalanalysen befassen will. Doch wer sein Geld in diverse Aktiengesellschaften investiert, der sollte immer auf die sogenannte Diversifikation achten. Das heißt, es mag sehr wohl wichtig sein, das Geld in unterschiedliche Unternehmen zu stecken, die in verschiedenen Branchen wie auch Ländern beheimatet sind.

Anleihen

Neben den Aktien kann man auch Geld in einzelne Anleihen stecken. Hier handelt es sich aber nicht um Anteile von den börsennotierten Unternehmen, sondern um festverzinste Schuldverschreibungen von Staaten (Bundesanleihen) oder Unternehmen. Zu beachten ist, dass die Gewinne nicht durch Kursschwankungen oder Dividenden erwirtschaftet werden. Die Erwirtschaftung kann mit einem Kredit verglichen werden – es gibt also nur den Zinsertrag auf das zur Verfügung gestellte Geld.

Traden am Laptop

Der Handel mit Hebelprodukten

Wer gerne ein etwas höheres Risiko eingeht, sich also als risikoaffin wie chancenorientiert bezeichnen würde, der kann auch mit Hebelprodukten arbeiten. Dazu gehören unter anderem Futures, Zertifikate oder auch Derivate. Zu beachten ist, dass es sich hier um eine sehr riskante Anlageform handelt. Aufgrund der Tatsache, dass man nur eine geringe Summe investieren muss, damit aber höhere Beträge bewegen kann, sind Marktentwicklungen viel stärker zu spüren. Schätzt man den Markt richtig ein, so darf man sich über entsprechende Gewinne freuen. Bei einer Fehleinschätzung sind jedoch richtig hohe Verluste möglich.

Warum man auch mit wenig Geld attraktive Gewinne erzielen kann

Natürlich werden sich vor allem Sparer, die nur geringe Beträge aufbringen können, die (berechtigte) Frage stellen, ob es sich überhaupt rentiert, Monat für Monat um 20 Euro oder 30 Euro in Aktien zu investieren. Selbstverständlich! Je früher in den Markt investiert wird, desto besser wird am Ende das Ergebnis ausfallen. Das liegt am sogenannten Cost Average-Effekt. Das heißt, es geht nicht um das ideale Timing, sondern um das Zeitfenster. Wer fünfzehn Jahre lang 30 Euro/Monat einzahlt, erwirbt somit Anteile zu günstigen wie auch zu höheren Preisen. Letztlich ergibt sich dadurch eine attraktive Durchschnittsrendite. Zu glauben, dass nur die Reichen mit Aktien Geld machen können, ist ein absoluter Irrglaube.

 

 

 

 

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